Die Einheitsgemeinde Lohsa (Zjednoćena Gmejna Łaz)

Die Gemeinde Lohsa gründete sich 1994 aus den Gemeinden Hermsdorf/Spree mit dem Ortsteil Weißig, der Gemeinde Steinitz mit den ehemaligen Ortslagen Kolbitz und Neu Steinitz, der Gemeinde Weißkollm mit den Ortsteilen Riegel, Tiegling und Dreiweibern, der Gemeinde Litschen mit den Ortsteilen Driewitz, Friedersdorf, der ehemligen Ortslage Neu Friedersdorf, Mortka und der Gemeinde Bärwalde, die heute ein Ortsteil der Gemeinde Boxberg ist, sowie Lohsa.

Zuvor wurden am 1. April 1938 die Gemeinden Dreiweibern und Ratzen mit dem Ortsteil Kolpen nach Lohsa eingemeindet und zeitgleich wurde der Ort Scheibe zu einem Teil der Gemeinde Riegel.

Am 1. Januar 1996 kam der Ortsteil Lippen aus der Gemeinde Uhyst hinzu. Die Ausgliederung der Gemeinde Bärwalde erfolgte aufgrund ihrer infrastrukturellen und geographischen Nähe zu Boxberg.

Mit der Auflösung der Gemeinde Knappensee konnten am 1. Januar 2005 deren Orte Groß Särchen und Koblenz eingegliedert werden. Der ebenfalls zu Knappensee gehörende Ortsteil Wartha ging nach Königswartha.

Die Gemeinde Lohsa mit ihren nunmehr fünfzehn Ortsteilen, Dreiweibern, Driewitz, Friedersdorf, Groß Särchen, Hermsdorf/Spree, Koblenz, Lippen, Litschen, Lohsa, Mortka, Riegel, Steinitz, Tiegling, Weißig und Weißkollm liegt mit seinen ca. 6.000 Einwohnern im Nordosten des Landkreises Bautzen im Freistaat Sachsen. Sie ist mit einer Fläche von 134 km² die zweitgrößte kreisangehörige Kommune des Freistaates Sachsen.

Das zweisprachige Gemeindegebiet befindet sich in malerischer Umgebung inmitten der Lausitzer Heide- und Teichlandschaft und im entstehenden Lausitzer Seenland. In großen Teilen des Gemeindegebietes, in denen bis Anfang der 90er Jahre Braunkohle gefördert wurde, entstand durch Flutungen der Tagebaurestlöcher eine wahre Seenlandschaft. Im Norden befindet sich der Dreiweiberner See, südwestlich der Silbersee und im Westen der Knappensee.

Jede einzelne Ortschaft der Gemeinde Lohsa hat ein vielfältiges Spektrum an Traditionen und Bräuchen. Diese wurden bis zum heutigen Tag überliefert und werden liebevoll gepflegt. Stolz können wir auf eine große Anzahl aktiver Vereinstätigkeiten schauen.

Für Ihren Aktivurlaub steht Ihnen ein großes Rad- und Wanderwegenetz mit asphaltierten und ausgeschilderten Wegen, gleich vor der Haustür, zur Verfügung.

Zur Bedeutung des Wappens der Gemeinde Lohsa

Im August 1992 erhielten wir vom Sächischen Staatsministerium des Innern die Genehmigung zur Führung des vorgelegten Gemeindewappenentwurfes.

Es wird wie folgt beschrieben:
"In Silber über einer grünen und einer darüberliegenden blauen Welle eine grüne Kiefer, rechts begleitet von einem blauen Fisch und links begleitet von schwarzen Berghämmern."

Lohsa war früher ein von Feuchtwiesen umgebener Ort (grüne Wellenlinie).

Ursprünglich bestritten die Bürger ihren Lebensunterhalt  neben der Landwirtschaft auch durch die Fischerei (blauer Fisch).

Seit 1935 prägte der Bergbau das Landschaftsbild (Hammer und Schlägel).

Heute werden auf dem Gebiet des Landschafts-, Umwelt- und Naturschutzes große Anstrengungen unternommen, um vorhandene Naturdenkmäler zu schützen, alte Tagebaugebiete zu rekultivieren, den Ort an Natur zu bereichern und diese Bestandteile des Ortsbildes werden zu lassen (blaue Wellenlinie).

Die im Rahmen der Rekultivierung entstandenen Teiche, dienen wieder der Fischzucht (blauer Fisch).

Laut Jan Meschgangs Buch "Die Ortsnamen der Oberlausitz", bedeutet der sorbische Name für Lohsa, Łaz: „Siedlung auf einem durch Rodung urbar gemachten Neuland.“ Deshalb steht im Zentrum des Wappens ein Baum (Kiefer).