Straßenverzeichnis

Straßenverzeichnis Dreiweibern

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Dreiweibern (Tři Žony)

Erstmals urkundlich erwähnt wurde der Ort Dreiweibern im Jahre 1509.

Zu seiner Namensgebung wurde folgendes überliefert:
Einst gab es das Gut Geißlitz, welches sich in der Nachbarschaft des heutigen Dreiweibern befunden hat. Um 1400 herum, so heißt es, sollen 3 Frauen auf einer Wiese des Dorfes Geißlitz Heu gemacht haben. Plötzlich erblickten sie die Tochter des Gutsherren, die von einem Raubritter verfolgt wurde. Das Mädchen rief um Hilfe. Die drei Frauen stürzten sich beherzt mit ihren Heurechen und Heugabeln auf den Verfolger und schlugen ihn in die Flucht.
Aus Dankbarkeit für die Rettung seiner Tochter schenkte der Gutsherr den 3 Weibern jeweils ein Stück Land. Sie siedelten sich an. Nach und nach kamen mehr Leute hinzu. Zur Erinnerung an die mutigen Frauen wurde dieses Fleckchen "Dreiweibern" genannt. Noch bis 1925 gab es diese 3 Freigüter im Ort.

Dreiweibern gehört zur Gemarkung Lohsa. Anfang der 60-er Jahre wurde der Ort, bedingt durch den Bergbau, in die Gemeinde Weißkollm eingegliedert.

Kirchspielmäßig gehört der Ort aber nach wie vor zur Kirchgemeinde Lohsa.

Durch den Tagebau Lohsa - Baufeld Dreiweibern - welcher 1981 aufgeschlossen und nach nur 6 Jahren Betrieb wieder eingestellt wurde, verlor Dreiweibern 2 seiner Gehöfte sowie einen Großteil seiner Ortsflur und alle "direkten" Wegeverbindungen zu Lohsa. Der Ort ist nun nur noch über Weißkollm zu erreichen.
Auch mit dem Fahrrad kann man auf dem Rundweg um den "Dreiweiberner See" in den Ort gelangen. 1996 bis 2002 wurde der ehemalige Tagebau geflutet und 2005 zur Nutzung zum Baden, Surfen und Angeln freigegeben.
Der Straßenname "Zum Seeblick" weist auf den angrenzenden See hin.
Heut ist Dreiweibern ein ruhiges, ländlich gepägtes, kleines Dörfchen mit 14 bewohnten Häusern, einem Wochenendgrundstück sowie 39 Einwohnern.

Eine Attraktivität ist der Reiterhof, unmittelbar vor dem Ortseingang auf der linken Seite.

2009 feierten die Bewohner von Dreiweibern zusammen mit ehemaligen Einwohnern und zahlreichen Gästen das 500- jährige Bestehen ihres Dorfes. Dieses Ereignis hat die Bürger noch enger zusammengeschweißt. So treffen Sie sich mehrmals im Jahr spontan zu gemütlichen Zusammenkünften.